Frankfurt,  3. Sept. 2018

Die Bratwurst des Bankings

Die Bratwurst des Bankings
Während seiner Zeit in Hongkong kam Mark Rosiefsky die Idee, eine Platt- form zu entwickeln, auf der sämtliche Geldtransaktionen weltweit verwaltet wer- den können. Drei Jahre später gründete er das Unternehmen Staxter.

Ein gutes Beispiel dafür, dass Gründer nicht immer Mitte 20 sein und gerade von der Uni kommen müssen, ist Mark Rosiefsky. Vor der Gründung seines Unternehmens Staxter war er Börsenmakler, Banker, Hedgefonds-Manager und Investor, arbeitete weltweit und sammelte viel Erfahrung im Bereich Payments und Banking.

Aus der Not heraus eine App entwickelt

Als er 2013 in Hongkong lebte, hatte er Probleme, sein asiatisches Handy aufzuladen. Sein deutsches Mobiltelefon war gestohlen worden, weshalb er keinen Zugang zu seinen Pins und Tans hatte. „Ich war aufgeschmissen, fragte mich, warum es nicht eine zentrale Plattform gibt, die alle Geldtransaktionen organisiert und verwaltet, ohne von einer Bank oder einem Handy abhängig zu sein, in einem Shop Gutscheine kaufen zu müssen, um dann mein Handy oder die Accounts aufzuladen sowie meine täglichen Geldtransfers zu steuern“, erinnert er sich.

Dieser Vorfall beschäftigte ihn noch eine ganze Weile, bis er 2016 Staxter gründete, eine Plattform, die Zahlungsströme für Verbraucher weltweit vereint, verwaltet und organisiert. Mit Staxter können die Nutzer ohne Gebühren in Sekunden Aufladungen, Gutscheine und Codes mobil kaufen. Darüber hinaus können sie die Vorteile einer physischen, virtuellen und digitalen Mastercard nutzen sowie kostenfrei Geldtransfers in Sekunden ausführen.

Wie der gemeinsame Besuch an der Imbissbude

„Staxter ist die Bratwurst und das Dosenbier des Bankings: einfach zu verstehen, in der Gebührenstruktur transparent, mit einer bedienerfreundlichen App“, erklärt der Gründer. Darüber hinaus verbinde Staxter – wie der gemeinsame Besuch an der Imbissbude –, da die Nutzer über die App Voucher verschenken und Geld in Echtzeit an Freunde transferieren könnten: „Staxter ist Social Banking.“

Zurzeit wird die Plattform umgestellt, bevor sie im Herbst in einem neuen Design erscheint. „Unsere Nutzer werden eine völlig neue User Experience erfahren“, so Rosiefsky. Ebenfalls kommt im Herbst die Staxter-Mastercard mit vielen Features. Bis Ende 2019 soll das Unternehmen eine vollwertige Bankplattform sein.

In Frankfurt ist alles mit dem Fahrrad erreichbar

Mittlerweile hat das Unternehmen 19 Mitarbeiter, die in Frankfurt und Kiew arbeiten. Neben der guten Infrastruktur war die Suche nach geeigneten Fachkräften ein ausschlaggebendes Kriterium für den Standort. „In Frankfurt ist mit dem Fahrrad alles erreichbar und Fliegen ist hier wie Busfahren“, sagt Rosiefsky. Nach Fachkräften für sein Unternehmen sucht er sowohl national als auch international. Genauso gezielt, wie seine Entscheidung für den Standort Frankfurt fiel, entschied er sich auch für Kiew. „Unsere Developer dort haben eine gute Expertise und von Beginn an begeistert an Staxter mitgearbeitet“, erinnert er sich. Die Zusammenarbeit im Team funktioniert trotz räumlicher Trennung hervorragend dank modernster Technologie und Teamspirit.

„Nicht hinter Amerika verstecken“

Rosiefsky schätzt Deutschland als Gründungsstandort sehr; beeindruckt ist er von den Ideen, die hier zum Leben erweckt werden. „Wir müssen uns wirklich nicht hinter Amerika verstecken“, sagt er. „Es fehlt nur ein wenig an Unterstützung für berufserfahrene Gründer.“ Trotz seiner Erfahrung gab es auch Dinge, die ihn überraschten. Beispielsweise war die Suche nach Büroräumen eine Herausforderung, genauso wie formale oder bürokratische Hürden, die einem das Gründerleben schwer machen können.

Anderen Gründern würde er dennoch nie davon abraten, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Für ihn sind drei Aussagen bezeichnend, die gerade junge Menschen so verunsichern, dass sie ihre Ideen verwerfen: Das gibt es schon, das braucht keiner und wir sprechen uns in drei Jahren wieder. „Solche Aussagen sind kontraproduktiv und motivieren nicht wirklich“, so Rosiefsky.

Rückschläge gehören dazu

Große Unterschiede sieht er in der Herangehensweise einer Gründung zwischen Deutschland und den USA. „In Amerika können die Gründer oftmals mehr Mut zeigen, stolz auf ihr Produkt sein, in ihrem Umfeld dafür werben und erhalten Zuspruch und finanzielle Unterstützung, egal wie es zu Beginn performed. Einzig die Idee und der Ehrgeiz zählen“, sagt er. Hierzulande vermisst er diese Unterstützung, die elementar für das Selbstbewusstsein der Gründer ist. Deshalb appelliert er an alle, die diesen Schritt wagen wollen, es einfach zu probieren, mutig zu sein und sich durch Rückschläge nicht entmutigen zu lassen.

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Staxter GmbH
Media Team